20110200 Die Gründe der Emigration aus Polen im 19. und 20. Jahrhundert

Beginn Do., 14.05.2020, 19:30 - 21:00 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Ortwin Köhler

Ein Teilaspekt der Vortragsreihe zu Polen wird ein besonderer Geschichtsabschnitt Europas sein, der auch Polen erfasste, bzw. der von der polnischen Bevölkerung aufgegriffen wurde.
Hauptthema wird die Emigration aus Polen und Immigration nach Deutschland - besonders Württemberg - sein, jedoch soll der Vortrag auch die Gründe und Hintergründe beleuchten. Hierzu gehört auch die Verortung Polens auf der historisch-geografischen Karte, sowie der politischen Bühne Europas.
Das 19. Jahrhundert etwa kann im Grunde als das Säkulum der Revolution bezeichnet werden. Seit der französischen Revolution verbreitete sich der Gedanke des Widerstrebens der führenden Köpfe und Schichten gegen alte überkommene Modelle von Herrschaft und Staatsordnung. Doch im Verlauf des Vortrages soll gezeigt werden, dass nicht immer nur der Freiheitsgedanke und der Wille nach Gerechtigkeit Triebfeder für neue Revolutionen war. Im Falle Polens war einer der Hauptgründe sicher die Fremdherrschaft seit dem Ende Napoleons und dem Wiener Kongress.
Auch im 20. Jahrhundert sind Auswanderungen zu finden, doch handelt es sich hier meist um Flucht und Exil, fast immer bedingt durch die politisch bedingt aggressive Haltung der sich gerade neu gebildeten Nationalstaaten gegenüber allen fremden bzw. nichtstaatlichen Strukturen und Substrukturen.
Neben den Gründen zur Auswanderung wird auch die Reaktion auf polnische Einwanderer und polnische Migrationsbewegungen ein Aspekt des Vortrages bilden. Hier wird etwa das Hambacher Fest und die "Instradierung", aber auch die Haltung der Herrscherhäuser gegenüber eventuellen neuen Revolutionsideen und letztlich Attentatsversuche als letztes Mittel der "Revolution" besprochen werden.




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Termine

Datum
14.05.2020
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Grabenschulhaus - Zimmertheater