20211108 Weißenburg (Franken) Alle Wege führen nach Rom, und Wasserwege durch Europa

Beginn So., 01.11.2020, 07:00 - 20:30 Uhr
Kursgebühr 65,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Christian Schweizer
Böltz-Reisen

Die alte Reichsstadt Weißenburg liegt zwischen dem Fränkischen Seenland und dem Naturpark Altmühltal und erwartet Sie mit Sehenswürdigkeiten von der Römer- bis zur Neuzeit. Im Rahmen eines Tagesprogramms wollen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in und um Weißenburg erkunden und besichtigen. Auf dem teilrekonstruierten Kastell Biriciana kann man die Geschichte der Römer erleben. Dieses Militärlager einer 500 Mann starken Reitereinheit wurde um etwa 90 n. Chr. erbaut. Heute ist noch das rekonstruierte Nordtor der Anlage zu besichtigen. Wenige Gehminuten davon entfernt, werden wir, in den größten ausgegrabenen Römischen Thermen Süddeutschlands, mehr über die damalige Badekultur erfahren. In direkter Nähe dazu wurde 1979 der berühmte Weißenburger Römerschatz gefunden. Diesen kann man im Römer-Museum bewundern. Im Erdgeschoss des Museums ist das Bayerische Limes-Informationszentrum mit Wissenswertem rund um das UNESCO-Welterbe Limes untergebracht. Eine Mittagseinkehr in einem typisch fränkischen Lokal ist geplant, danach eine Besichtigung der Altstadt. Dabei kann man die spätgotische St. Andreaskirche, als auch die schmucken Bürgerhäuser entdecken. Zwischen Altmühl und Rezat liegt beim Dorf Graben eines der größten technischen Kulturdenkmäler des frühen Mittelalters: Diese Fossa Carolina, auch Karlsgraben genannt, war der erste Versuch, Rhein, Main und Donau durch eine Wasserstraße zu verbinden – davon zeugen noch heute eine 500 Meter lange Wasserfläche und die daran anschließenden Erdwälle. Der Ort Graben liegt an der europäischen Hauptwasserscheide. Hier nähern sich die Flusssysteme von Rhein und Donau einander auf wenige Kilometer an und sind nur durch eine leichte Anhöhe getrennt. Diese besondere Situation erklärt sich aus der Erdgeschichte: Vor der Entstehung des Ries-Kraters vor 15 Millionen Jahren floss der Ur-Main durch dieses Tal der Donau. Diese geographische Nähe wollte Kaiser Karl der Große nutzen: Im Jahr 793 ließ er einen rund 3000 Meter langen Kanal ausheben, um bequem mit Schiffen in den Südosten seines Reiches fahren zu können, wo er mit den Awaren Krieg führte. Was heute bei Graben von der Fossa Carolina zu sehen ist, bezeugt eines der größten ingenieurgeologischen Bauprojekte des Mittelalters. Sie ist das wohl bedeutendste Boden-Denkmal aus karolingischer Zeit in Franken.






Zustiegsmöglichkeiten
Backnang Industriegebiet Lerchenäcker Aral, 06:30 Uhr,
Oppenweiler Kreissparkasse, Hauptstr. 59, 06:35 Uhr,
Sulzbach Volksbank, Marktplatz, 06:45 Uhr,
Hörschbachschule, 06:55 Uhr
Murrhardt, Stadthalle, 07:00 Uhr
Fornsbach, Ochsen, 07:05 Uh
Fichtenberg Kirche, Erlenhofer Str. 2, 7:15 Uhr,
Gaildorf gegenüber vom DM-Markt, Schillerstr. 5B, 7:25 Uhr




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