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19211108 Kunstfahrt nach Baden-Baden

Beginn So., 03.11.2019, 07:00 - 20:30 Uhr
Kursgebühr 59,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Christian Schweizer
Böltz-Reisen

In die Sommerhauptstadt Europas, zu den Wurzeln Badens und Backnangs
Die Herbstexkursion geht durch den Schwarzwald nach Baden-Baden. Die Stadt ist als Kur- und Bäderstadt sowie als Medien-, Kunst- und internationale Festspielort bekannt. Bereits die Römer nutzten die hier am Rand des Schwarzwalds entspringenden heißen Thermalquellen. Im Mittelalter war Baden-Baden Residenzstadt und somit auch namensgebend für das Land Baden. Nach dem katastrophalen Stadtbrand 1689 verlor sie den Status der Residenzstadt an Rastatt. Die römische Siedlung wurde, wie viele Städte mit Heilquellen, Aquae genannt, das lateinische Wort für Quelle oder Bad bzw. Civitas Aurelia Aquensis. Seit dem Mittelalter hieß die Stadt einfach Baden. Im Laufe des 12. Jahrhunderts wurde Baden zum Bestandteil seines Titels; es entstand die Markgrafschaft Baden, so hat der Name des Landes Baden und damit auch der des heutigen Baden-Württemberg einen Ursprung im Namen der Stadt Baden(-Baden).
Um 500 kam das Gebiet unter fränkische Herrschaft und wurde Grenzort zum alemannischen Stammesgebiet, das südlich der Oos begann. Um 1100 wurde die Burg Hohenbaden erbaut. Graf Hermann II. aus dem Geschlecht der Zähringer erwarb das Gebiet um Baden-Baden Anfang des 12. Jahrhunderts und nannte sich im Jahre 1112 erstmals Markgraf von Baden bzw. Herr der Markgrafschaft Baden. Hermann II. ist Sohn von Hermann I. von Verona und dessen Gemahlin Judith. Die Ausbildung dieses neuen Zentrums geht auf den Ausgleich zwischen Staufern und Zähringern um das Herzogtum Schwaben zurück, in dessen Zug Hermann II. 1098 vom Kaiser Baden-Baden und die Vogtei über das Kloster Selz erhielt. Unmittelbar darauf dürfte er mit dem Bau der Burg Hohenbaden begonnen haben. Hermann II. gründete gemeinsam mit seiner Frau Judith von Backnang das Augustiner-Chorherrenstift in Backnang als Grablege und Memoria seiner Familie und stattete es 1123 – mit weiteren Besitzungen aus. Hermann II. wurde hier auch beigesetzt, später wurden seine Gebeine in Kloster Lichtenthal übertragen.
Mit dem Rastatter Kongress wurde Baden-Baden am Ende des 18. Jahrhunderts wiederentdeckt und in der Folge vom badischen Staat zum mondänen Kurort ausgebaut. Es entstanden Luxushotels, das Kurhaus (1821–1824) und die Spielbank (1810–1811), die jedoch 1872 wieder geschlossen wurde und von 1933 bis 1943 wieder geöffnet war. Eine Besichtigung des Stadtmuseums mit Führung vermittelt zusammen mit der Stadtführung und Besichtigung der römischen Bäder reichhaltig die Geschichte der Stadt.
Die Mittagseinkehr ist in einem Lokal in der Innenstadt geplant, da die Innenstadt nicht mit dem Bus befahren werden kann sind einige Strecken zu Fuß zu bewältigen, bitte denken Sie an gute Schuhe.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Baden-Baden Sitz der französischen Zonen-Regierung und Hauptquartier der Französischen Streitkräfte in Deutschland, sowie wenig bekannt, der sowjetischen Militärmission in Westdeutschland. Auf dem Hauptfriedhof sind einige bedeutende Militärs des 2 WK bestattet, so Generalfeldmarschall Friedrich Paulus. Die Spielbank nahm 1950 ihren Betrieb wieder auf. Baden-Baden hat im Zweiten Weltkrieg keine großen Schäden erlitten und gehört zu den am besten erhaltenen Kurorten in Deutschland. Das Stadtbild wird von herausragenden Beispielen der Kurarchitektur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts geprägt. Das Kurhaus mit dem berühmten Casino ist architektonischer und gesellschaftlicher Mittelpunkt sowie Wahrzeichen der Stadt. Im Bäderviertel gibt es die moderne Caracalla Therme, das Friedrichsbad aus dem 19. Jahrhundert sowie römische Badruinen. Das erste Luxushotel war das Hotel Badischer Hof; ein weiteres bekanntes Hotel ist Brenners Park-Hotel & Spa. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die klassizistische Villa Hamilton, wie das Kurhaus von Friedrich Weinbrenner ausgeführt, die Wasserkunstanlage Paradies, das Kloster Lichtenthal, das wir im Rahmen einer Führung besichtigen wollen, dort ist auch eine Kaffeepause geplant. das Schloss Hohenbaden, das Neue Schloss und das Brahmshaus. An Kirchen sind zu erwähnen: Stiftskirche, Evangelische Stadtkirche, Spitalkirche, St. Bernhard, St. Johannis sowie die Russische Kirche. Die Rumänisch-Orthodoxe Stourdza-Kapelle und die Autobahnkirche St. Christophorus wollen wir besichtigen.

Zustiegsmöglichkeiten
Backnang Industriegebiet Lerchenäcker Aral, 07:30 Uhr,
Oppenweiler Kreissparkasse, Hauptstr. 59, 07:25 Uhr,
Sulzbach Volksbank, Milchstr. 6, 07:15 Uhr,
Murrhardt, Stadthalle, 07:00 Uhr



Kurs abgeschlossen

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Termine

Datum
03.11.2019
Uhrzeit
07:00 - 20:30 Uhr
Ort
Parkplatz Stadthalle