20210301 Europa und das postsowjetische traumatische Selbstverständnis Putins. - Wohin steuert die ehemalige Weltmacht Russland? -

Beginn Mo., 19.10.2020, 19:00 - 21:00 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Fredo Endres

Russland erhebt Anspruch auf eine führende Rolle in der internationalen Sicherheitsarchitektur. Ebenso auf Hegemonie im nachsowjetischen Raum, die es notfalls auch militärisch durchsetzt. Putin strebt eine multipolare Ordnung an und wendet sich zunehmend vom Westen ab. Er sucht nach neuen Verbündeten, um mit ihnen ein Gegengewicht zur westlichen Dominanz zu bilden. Dennoch bleibt Russland geostrategisch ein unverrückbarer Teil Europas, den gerade Deutschland und Frankreich als größte Wirtschaftsmächte des Kontinents in die Sicherheitsarchitektur der EU einbinden müssen.

Weitere Schwerpunkte des Themas:

1. Europa ist eine Werte- und Schicksalsgemeinschaft und kein Selbstbedienungsladen.
2. RUS wurde vom Westen weniger als Partner denn als Konkursmasse angesehen und gedemütigt.

3. Wladimir Putin macht das russische Volk zum tragischen Dissidenten der Weltordnung.

4. Über das Vetorecht im Sicherheitsrat interpretiert Putin die Prinzipien des Völkerrechts.
5.Die Brände im Nahen Osten wie in Afrika sind nachhaltig nur mit RUS und Frankreich zu bekämpfen.
6. Ohne Putin wird es keine dauerhafte und tragfähige Sicherheitsarchitektur in Europa geben.
Fredo Endres, Jahrgang 1941, Diplom-Verwaltungswirt, arbeitete beim Berliner Senat, im Bonner Ministerium für Entwicklungshilfe (BMZ) und 16 Jahre als Bürgermeister in Baden-Württemberg. Der mehrfache Buchautor und langjährige Hochschuldozent ist Vater zweier Kinder. Er hält in seinem Unruhestand aufrüttelnde Vorträge über Russland, Europa, Frankreich und Italien. Ab 1996 war er sporadisch für die EU und die George-Soros-Stiftung in Bulgarien, Weißrussland und der Ukraine tätig, von 1990 - 2008 auch in den neuen Bundesländern.




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Termine

Datum
19.10.2020
Uhrzeit
19:00 - 21:00 Uhr
Ort
Bücherei - Heinrich-von-Zügel-Saal